Presse01. September 2019
Arbeitskreis Energie OWL bei Ferrum Edelstahlhärterei
Jahreskontrakt mit festem Strompreis ein Auslaufmodell

Wie können sich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ihre Verbräuche flexibilisieren und sich auf den Strommarkt der Zukunft vorbereiten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Treffens des IHK-Arbeitskreises Energie OWL bei der Ferrum Edelstahlhärterei.
„Der Jahreskontrakt mit einem festen Strompreis ist ein Auslaufmodell!“ Thilo Stegner von den Wuppertaler Stadtwerken geht davon aus, dass die zunehmende Volatilität auf der Energieerzeugungsseite zu dynamischen Tarifmodellen führt. „Flexibilität beim Einkauf und Verbrauch wird künftig belohnt.“
„Auch KMU können flexibel an der Börse einkaufen“, zeigte Benedikt Dahlmann von der Bergischen Universität Wuppertal. Im Forschungsprojekt „Happy Power Hour“ mit Ferrum und weiteren Industriepartnern hat er eine Steuerbox entwickelt, die flexibilisierbare Verbraucher automatisch auf Basis von Preissignalen am Intradayhandel steuert. In einer Pilotanlage konnten so knapp 30 Prozent des Stromerzeugungspreises eingespart werden. Dabei koste die Steuerbox nur 1.000 Euro und könne mindestens zehn Prozesse steuern.
Daniel Müller von Ferrum will mit der Universität in einem neuen Projekt noch mehr erreichen: „Unser Ziel ist ein integriertes System, mit dem wir die gesamte Produktion innerhalb von uns festgelegter Restriktionen automatisch und kostengünstig steuern können.“ Dafür sollen idealerweise Daten aus dem ERP-System, der Produktionssteuerung, dem Energiemanagement und dem Intraday-Handel genutzt werden.
Über FERRUM
Die FERRUM Edelstahlhärterei GmbH aus Augustdorf (Kreis Lippe) bietet seit 1975 das vollständige Leistungsspektrum der Material- und Wärmebehandlung – vom Salzbad- und Vakuumhärten über Nitrieren und Schutzgasbehandlung bis zu Induktiv- und Laserhärten. Das Familienunternehmen beschäftigt über 60 Mitarbeitende in vier Werken auf mehr als 10.000 Quadratmetern.


