
Gasnitrieren ist ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem Stickstoff in die Oberfläche von Stahl eingebracht wird, um eine harte, verschleiß- und korrosionsbeständige Schicht zu erzeugen.



Beispiele geeigneter Stähle
Werkstoffe
| Werkstoffe |
|---|
| Nitrierstähle (für eine hohe Oberflächenhärte mit Aluminium, Chrom, Molybdän und Vanadium legiert) |
| Vergütungsstähle |
Gasnitrieren erhöht die Oberflächenhärte und Verschleißbeständigkeit eisenbasierter Werkstücke, die starken Belastungen ausgesetzt sind, und verbessert Dauerfestigkeit sowie Fressverschleißresistenz. Bei etwa 520 °C durchgeführt, hält der Prozess den Verzug gering.
Gasnitrieren erzeugt tiefere Schichten als das Tennifer- / Salzbadnitrieren, allerdings mit längeren Behandlungszeiten. Die Nitridschicht stärkt den Ermüdungswiderstand, während dickere Schichten die Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit verbessern.
Gasnitrieren ist ideal für legierte Werkstoffe mit nitridbildenden Elementen wie Chrom, Molybdän, Vanadium und Aluminium, da sie eine harte, verschleißfeste Oberfläche bieten. Besonders geeignet sind Werkzeugstähle (Kalt- und Warmarbeitsstähle), die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Die besten Ergebnisse erzielen gehärtete oder angelassene Werkstoffe, während für rostfreie und hochlegierte Stähle häufig das Plasmanitrieren bevorzugt wird.