

Bei der mechanischen Vorbearbeitung und der Herstellung des Rohmaterials entstehen innere Spannungen in den Bauteilen, die sich bei Erwärmung lösen und Verzug verursachen können. Besonders einseitige oder partielle Wärmebehandlungen führen häufig zu solchen Verzügen, wodurch die Bauteile für die Endbearbeitung oder den Einsatz ungeeignet sind. Durch mechanisches Richten lassen sich jedoch Bauteile mit ausreichender Zähigkeit wieder in Form bringen.
Um die Geradheit zu prüfen, wird das Bauteil entweder zwischen Spitzen gespannt oder auf Rollen bzw. Prismen gelagert und rotiert. Dabei wird der „Schlag“ gemessen, also der maximale Abstand zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt. Falls keine spezifischen Angaben vorliegen, richten wir bis zur halben Schleifzugabe. Die standardmäßig erreichbare Geradheit beträgt 0,1 mm pro Meter. Engere Toleranzen sind je nach Bauteilgeometrie auf Anfrage möglich.
