
Abschreckhärten ist ein Verfahren, bei dem Stahl erhitzt und schnell in Wasser, Öl oder Gas abgekühlt wird. Durch die rasche Abkühlung entsteht ein hartes, verschleißfestes Gefüge, ideal für Bauteile, die hohe Festigkeit erfordern.

Abschreckhärten ist ein Verfahren der Wärmebehandlung, das die Härte und Verschleißfestigkeit von Stahl erhöht. Zunächst wird das Werkstück auf eine hohe Temperatur erhitzt, typischerweise in den austenitischen Bereich (etwa 790–950 °C), sodass sich die Gefügestruktur verändert. Anschließend erfolgt eine rasche Abkühlung, in Öl.
Durch die schnelle Abkühlung wandelt sich die Struktur des Stahls in ein martensitisches Gefüge um, das für seine hohe Härte bekannt ist. Abschreckhärten wird vor allem für Bauteile verwendet, die eine harte Oberfläche und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß benötigen, wie Zahnräder, Wellen und Werkzeuge.


Für das Abschreckhärten eignen sich härtbare Stähle mit mittlerem bis hohem Kohlenstoffgehalt, da sie eine hohe Härte und Verschleißfestigkeit entwickeln. Besonders geeignet sind legierte und unlegierte Vergütungsstähle, ideal für Bauteile wie Zahnräder und Wellen, sowie Werkzeugstähle, die hohe Schnitthaltigkeit erfordern. Auch Schnellarbeitsstähle profitieren vom Abschreckhärten und werden in stark beanspruchten Fräs- und Bohrwerkzeugen eingesetzt.
Beispiele geeigneter Stähle
Werkstoffe
| Werkstoff-Nr. | Kurzname | Stahlart |
|---|---|---|
| 1.1191 | C45 | Vergütungsstahl |
| 1.2344 | X40CrMoV5 | Warmarbeitsstahl |
| 1.2080 | X210Cr12 | Kaltarbeitsstahl |
| 1.3243 |
| HS 6-5-2-5 |
| Schnellarbeitsstahl |
| 1.7131 | 16MnCr5 | Einsatzstahl |
|---|