

Brünieren ist laut DIN 50983 ein Verfahren zur Umwandlung der Metalloberfläche und keine Beschichtung. Beim Brünieren wird das Bauteil in eine alkalische oder saure Lösung getaucht und erhitzt, sodass eine schwarze, etwa 1 µm dicke Oxidschicht (Edelrost) entsteht, die die Maßhaltigkeit nicht beeinträchtigt.
Vorbehandlung: Das Werkstück wird durch Entfetten und Spülen gereinigt.
Brünieren: Brüniersalz wird in kaltem Wasser gelöst und erhitzt. Das Werkstück wird eingetaucht, bis sich die Oberfläche tiefschwarz färbt.
Nachbehandlung: Das Bauteil wird mit heißem Wasser gespült, um Rückstände zu entfernen, und anschließend mit einem Korrosionsschutz versehen.


Einsatzstahl, Vergütungsstahl, Werkzeugstahl und Automatenstahl eignen sich gut für das Brünierverfahren, da sie eine Mischoxidschicht bilden können. Dagegen lassen sich NE-Metalle und rostfreier Stahl nicht brünieren, da sie keine solche Oxidschicht ausbilden.
Beispiele geeigneter Stähle
Werkstoffe
| Werkstoff-Nr. | Kurzname | Stahlart |
|---|---|---|
| 1.0601 | C60 | Bau- und Vergütungsstahl |
| 1.7225 | 42CrMo4 | Vergütungsstahl |
| 1.1936 | S235JRG1 | Bau- und Vergütungsstahl |
| 1.7131 | 16MnCr5 | Einsatzstahl |
| 1.0718 |
| 11SMnPb30 |
| Automatenstahl |