GASNITRIEREN

Bei der Gasnitrier-Behandlung wird das Werkstück in einer Ammoniakgasatmosphäre erwärmt. Bei Temperaturen um die 500°C spaltet sich dann das Ammoniakgas auf und setzt atomaren Stickstoff frei, welcher in die Werkstoffoberfläche diffundiert und zusammen mit den Legierungselementen extrem harte sowie chemisch und thermisch sehr beständige Nitride bildet.

Der gesamte Behandlungsprozess zielt auf eine Verbesserung der Bauteileigenschaften und einer höheren Verschleißfestigkeit sowie der Optimierung der Gleiteigenschaften ab und kann je nach Kundenwunsch bis zu einer Nitrierhärtetiefe von 1,0 mm erfolgen. Die geforderte Nitrierhärtetiefe bestimmt, genau wie bei der Plasmanitrier-Behandlung, die Prozessdauer und kann je nach geforderter Nitriertiefe bis zu 120 Stunden in Anspruch nehmen.

Als Werkstoffe können alle gebräuchlichen Stahl-, Guss- und Sinterwerkstoffe eingesetzt werden. Besonders geeignet sind unlegierte, niedrig- und mittellegierte Werkstoffe. Hochlegierte Werkstoffe (> 13% Cr) sind aufgrund der Oberflächenpassivität ungeeignet. Um die Kerneigenschaften des Werkstoffes wesentlich zu verbessern und die Aufnahmefähigkeit des Stickstoffes in dem Nitrierungsprozess zu erleichtern, empfehlen wir eine vorherige Vergütung des Werkstoffes.

Das Isolieren ermöglicht ein partielles Härten von bestimmten Bereichen eines Werkstückes und ist heutzutage aufgrund verschiedener Isoliertechniken möglich.

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